06.06.2017 Kategorie: Aktivitäten KBV

In kleiner Runde diskutierten Vorstandsmitglieder unseres Verbandes mit unserem Landrat Carsten Wulfänger.
Schwerpunktthemen dieses Nachmittags waren

  • Die Umsetzung und Stellungnahmen zu Natura 2000 mit den Besonderheiten der Anrainer an Elbe und Havel. Hier liegen Betriebe mit bis zu 100 Prozent ihrer Flächen im Natura 2000 Gebiet.
  • Die neue Düngeverordnung die seit 1. Juni 2017 in Kraft ist und der Umgang der Behörde damit. Der Kreisbauernverband Stendal bat hier den Landrat mit Augenmaß Kontrollen durchzuführen und Probleme gemeinsam zur Lösung zu bringen. Dazu wird es einen neuen Termin im Oktober geben, um erste praktische Beispiele zu erörtern.
    Die Klärschlammausbringung birgt Probleme bei der Nachweispflicht und kann nicht uneingeschränkt übernommen werden. Wasserverbände versuchen schon den Klärschlamm zu entwässern um ihn der Verbrennung zuführen zu können. Das birgt wiederum Kosten in der Abfallwirtschaft..
  • Die Altmärkische Tier- und Gewerbeschau 2018 wird in Kakerbeck stattfinden und vom Landkreis Stendal finanziell unterstützt werden.
  • Der Wolf, Landrat und Landwirte stimmen überein, das der Schutzstatus des Wolfes geändert werden muss und dieser ins Jagdrecht aufgenommen werden sollte. Dass die grüne Umweltministerin blockt, bedient den politischen Hintergrund ihrer Partei hilft aber der ländlichen Bevölkerung nicht.
  • Der Eichenprozessionspinner, beide Parteien sind sich einig darüber, dass die Zusammenarbeit mit dem Ministerium mehr als schlecht war. Das versprochene Pilotprojekt, der Einsatz von Nematoden, die Finanzierung, das Monitoring und die Kartierung sind versprochen aber nicht eingehalten worden. Der Landkreis speziell die Untere Naturschutzbehörde waren mit der Kartierung und dem Monitoring auf sich allein gestellt. Lediglich die Spritzung des Waldes wird finanziell vom Ministerium unterstützt. Private Grundstücksbesitzer zahlen selbst und Landkreisgebiete müssen auch von diesem finanziert werden. Eine massive Bekämpfung über 2-3 Jahre flächendeckend mit finanzieller Unterstützung des Landes ist abgelehnt worden.