30.04.2021 Kategorie: Aktivitäten KBV

Warum ruft man den Tag des Wolfes aus, böse Zungen würden sagen, um Spenden zu akquirieren und wohl auch um den scheuen Wolf in ein besseres Licht zu rücken, das er in weiten Teilen der Bevölkerung eher nicht hat.

Der Nabu will aufhören mit den alten Märchen vom bösen Wolf und Rotkäppchen und von der Mär das Wölfe Schafe und kleine Zicklein fressen. Das ist zu bestätigen, denn der Speiseplan beinhaltet auch kleine Kälbchen und mittlerweile auch Pferde und eine hohe Anzahl an Schafen.

Im Jahr 2020 wurden 335 Tiere in Sachsen-Anhalt vom Wolf gerissen. In Zahlen: 290 Schafe, 18 Ziegen, 11 Rinder, 15 Gatterwild und 1 Fohlen.

In diesem Jahr bereits 39 Schafe, 2 Ziegen, 7 Rinder und 8 Gatterwild. 58 Risse bei 17 Überfällen bisher.

Der Nabu behauptet, dass nur ein gering verschwindender Anteil an Nutztieren Anteile an der Nahrung des Wolfes ausmacht. Für den einzelnen Weidetierhalter der auf einen Schlag

20 Schafe in Heinrichsberg oder 12 in Jübar oder 24 in Arendsee verliert, ist die obige Aussage mehr als makaber. Oft geht es um Existenzen.

Eine Studie des Senckenberg-Institutes trägt die Aussage, dass der Wolf fast ausschließlich Wildtiere im Magen hatte. Die Studie erfolgte in der Lausitz und zu 96 % soll der Mageninhalt aus Wildtieren bestehen.

Es sei die Frage erlaubt, wo die Proben genommen worden sind, in von Weidetieren dominierten Gegenden oder eher in Gebieten ohne große Vorkommen an Weidetieren?

Die Anzahl der gerissenen Nutztiere spricht eine andere Sprache.

In Sachsen-Anhalt wurden durch den Wolf:

2017 – 179 Tiere getötet und 29 verletzt

2018 – 174 Tiere getötet und 9 verletzt

2019 – 247 Tiere getötet und 79 verletzt

2020 – 335 Tiere getötet und 69 verletzt

bisher in 2021 – 58 Tiere getötet und 12 verletzt

Jedes Tier hat seine Daseinsberechtigung, das steht außer Frage. Bekommen sie einen hochgradigen unantastbaren Schutzstatus wie der Wolf müssen die Folgen, die entstehen, wenn man dem Wolf keinen Einhalt gebietet, vollends durch die staatlichen Stellen mit sehr geringem bürokratischem Aufwand zu 100 Prozent ausgeglichen werden. Das ist nicht der Fall und stellt die Weidewirtschaft vor unlösbare Probleme.

Mehr Zeitaufwand durch Zaunbaumaßnahmen, Kontrollen der Herden und Zäune sowie der Betreuung der Herdenschutzhunde und -esel.

Höhere Kosten durch Schutzhunde, Zaunpflege, Kontrollgänge und Betriebsmittel.

Ausfall von Tieren durch Wolfsrisse, die zur Zucht und Bestandspflege notwendig sind und ersetzt werden müssen – Entschädigungen werden für den Tageswert gezahlt, nicht für den Wert der Herdenerhaltung.

Deiche ohne Schafe und Weiden ohne Kühe – wollen wir uns das vorstellen?