27.02.2020 Kategorie: Aktivitäten KBV

Das ist schon lange unser Motto, denn nur so können Differenzen umgestoßen werden.

Die Gruppe „Aktion Zukunft“ aus Stendal hat uns zu einem Gespräch eingeladen und wir (3 Vorstandsmitglieder und die Geschäftsführerin) haben zugesagt.

Diese Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Region Altmark für Mensch und Tier lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei liegt ihr der Erhalt der regionalen Landwirtschaft sehr am Herzen.

Unser Gespräch gestaltete sich sehr locker, ähnlich wie in einem Morgenkreis. Nach der kurzen Vorstellungsrunde kamen wir schnell auf den Verbraucher zu sprechen, der zu Teilen hochwertige Lebensmittel bezahlen kann und dies tut, zu Teilen nicht in der Lage ist höhere Preise zu bezahlen und der Rest sich nicht damit beschäftigt. Dr. Puls Meinung dazu war kritischer, denn der Verbraucher ist wohl gewillt, zu bezahlen, man kann die Misere nicht auf den Verbraucher abwälzen.

Kerstin Ramminger erläuterte an 2 Beispielen, das dem nicht so ist. Die Milchtankstellen verschwinden wieder von der Bildfläche, weil die Kunden fehlen, zum einen ist es umständlich die Milch zu besorgen, zum anderen ist es vielleicht der Preis.

Die Vermarktung regionalen Fleisches ist eben so schwierig, wenn man ein  Rind erst schlachten möchte, wenn alle Teile verkauft sind. Bisher bleiben die Innereien, die Füße, der Kopf und der Schwanz übrig, der Verbraucher möchte eher die Sahnestücken des Tieres- und der Rest?

Außerdem kommt auf die Regionalen Vermarkter ein hoher Anteil an Bürokratie oben drauf, bis man zB. ein Schlachthaus oder einen Schlachtwagen zum Einsatz bringen kann. Geduld ist hier mehr als angebracht.

Kreativität der Landwirte ist weiterhin gefragt, ob der Flächennutzung, der Vermarktung oder bei der Stilllegung von Flächen für den Naturschutz.

Für die Vermarktung ist eine Art Kooperation unter den Landwirten vorgeschlagen worden, ähnlich wie bei den Erzeugergemeinschaften.

Ein Vorschlag beinhaltete die Einbeziehung der Stendaler, wir produzieren Stendaler Tomaten, war die Idee. Wir benötigen Geld für das Zelt und Menschen für die Pflege der Pflanzen, diese können dann die Tomaten verzehren und der Rest wird verkauft und angelegt für neue Pflanzen.

Die Gruppe wird das in der Öffentlichkeit vorstellen und wir werden sehen, was passiert.

Unser nächstes Treffen im April soll eine Podiumsdiskussion werden mit verschiedenen Vertretern aus verschiedenen Bereichen.

Ein gutes Gespräch, mit tollen Ideen, um alle ins Boot zu holen, die gerne etwas verändern wollen.