24.04.2020 Kategorie: Aktivitäten KBV

Im ersten Moment denkt man, warum eigentlich und zu Beginn der Krise wurde schnell deutlich, dass einigen dies auch nicht klar war.

Da war der Kindergarten, in dem die Melkerin und die Mitarbeiterin im Schweinehaltenden Betrieb, ihre Kinder nicht zur Betreuung geben konnten.Gespräche mit Bürgermeistern und dem Landkreis brachten Erleichterung.

Warum? Eine Kuh muss gemolken, gefüttert und betreut werden, ein Schwein benötigt Fürsorge, Betreuung und Futter, gleiches gilt für Schafe, Rinder, Hühner oder Pferde und vor allem rund um die Uhr.

Einfach mal die „Beine baumeln lassen oder im Home-Office abtauchen, geht in der Landwirtschaft schwerlich. Bei vielen Mitarbeitern geht Tierwohl oft vor dem eigenen Wohl, die Erfahrung haben ich während der Flut gemacht.

Um es auf den Punkt zu bringen.

WIR ernähren die Bevölkerung.

WIR betreuen Tiere und kümmern uns um ihr Wohl.

WIR produzieren Getreide, Eier, Fleisch, Milch und Gemüse – die Grundstoffe unserer Ernährung.

Die letzten beiden Jahre brachten die Landwirtschaft auf Grund der anhaltenden Trockenheiten schon an den Rand der Existenz, tierhaltende Betriebe hatten große Not, das Futter für ihre Tiere zu produzieren oder zu erwerben. Einige Betriebe haben die Milchproduktion eingestellt und die Kühe verkauft.

Futterknappheit ist in den letzten Tagen wieder hochgekommen. Regen fehlt im Land, wenn die Saat nicht aufgeht wird es das dritte Jahr in Folge mit massiven Einbußen für die Landwirtschaft.

Trotz allem sind sich die Landwirte ihrer Relevanz in der Ernährungsdebatte bewusst und versuchen mit neuen Möglichkeiten den Wetterkapriolen zu trotzen.

Widerstandsfähigere Sorten im Anbau, Brunnenbau zur Bewässerung der Kulturen oder Umstellung der betrieblichen Konzepte sind nur einige wenige Punkte im Maßnahmenplan der Landwirte.

Leider hat hier die Politik im Vorfeld versagt, denn seit Jahren versucht der Verband gemeinsam mit der Bundesrepublik Maßnahmen für Rücklagen in der Landwirtschaft zu schaffen, um gerade solchen Umständen begegnen zu können.

 

 

Bild von paita wanseng bei Pixabay