11.09.2017 Kategorie: Aktivitäten KBV

Unsere alljährliche Klausur zum gemeinsamen Geschäftsbetrieb fand in diesem Jahr in Blankenburg statt. Die 2 Tage waren gespickt mit Themen die uns bewegen und voran bringen sollen.

Am Donnerstag, den 7. September ging es zuerst um die Struktur und Aufgaben der VB ELER in Sachsen Anhalt. Frau Julia Scheffler aus dem Finanzministerium erklärte uns das Grundprinzip, stellte Programme mit landwirtschaftlichen Bezügen vor und gab einen Ausblick auf die zukünftige Agrarpolitik und den damit verbundenen Herausforderungen auch für uns als Kreisgeschäftsführer.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt stellte die Diskussion zum Stand des Finanz- und Personalkonzeptes des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt dar. Wir als Kreisverband hatten den Landesverband auf seiner Mitgliederversammlung im letzten Jahr aufgefordert, einen solchen Plan zu erstellen, um auf die Veränderungen innerhalb aber auch außerhalb des Verbandes reagieren zu können.

Hierzu gibt es verschiedene Modelle die es gilt zu diskutieren und zu entscheiden, welche Richtung der Verband einschlagen wird.

Der 2. Tag war dem Julius Kühn Institut gewidmet, dessen Hauptsitz sich in Quedlinburg befindet. Das Institut forscht züchterisch an landwirtschaftlichen Kulturen wie Kartoffel, Roggen, Gerste, Triticale, Hafer, Lupine aber auch an Hortensien, Asparagus und Pelargonien.

Die Gewächshausanlage ist in Venlo-Bauart erstellt und hat eine Fläche von 8950 Quadratmetern. Um verschiedene Jahreszeiten zu simulieren, verfügt die Anlage über 109 automatisch regelbare Forschungskabinen und 32 Klimakammern. Hier können Temperaturen, Sonnenlichteinstrahlung oder Luftfeuchtigkeit je nach Bedarf der Forschung eingestellt werden.

Weiterhin sind auf 36,5 Hektar Außenfläche Versuchsfelder angelegt sowie Kalthäuser, Frühbeete und Dauerquartiere entstanden.

Sehr spannend war die Demonstration von Blattläusen an Getreidehalmen. Dazu werden die Blattläuse an kleinen Stäben mit einer Silberlegierung angeheftet und mit leichten Stromstößen zum Fressen animiert. So wird beobachtet, wie die einzelnen verschiedenen Blattlausarten die Pflanzen aussaugen und verletzten. Wie viele Tage sie leben und wie viele Nachkommen in diesem Zeitraum entstehen. Daraus ist dann erkennbar, wie eine Pflanze beschaffen sein muss, um der Blattlaus das Leben als solche zu erschweren. Eine gute Sache für die Landwirtschaft in Bezug auf Pflanzenschutzmittel und deren Einsatz.