24.10.2017 Kategorie: Aktivitäten KBV

Realisierung von Deichrückverlegungen und Hochwasserpoldern war das Thema zu dem Ministerin Prof. Claudia Dalbert und Burkhard Henning vom Landesamt für Hochwasserschutz nach Halle in die St. Ulrich-Kirche eingeladen hatten. Laut Einladung sollten zugrunde gelegte Studien und die damit verbundenen Maßnahmen zum Hochwasserschutz dargelegt werden. Insgesamt 27 Maßnahmen mit einem Volumen von 12.500 Hektar Retentionsraum sollen in den nächsten 2 Jahrzehnten abgearbeitet werden. Wo genau dies erfolgen soll, blieb noch unbeantwortet. Frau Dalbert kündigte an, in den Dialog mit ALLEN Betroffenen zu treten und offen zu sein für etwaige Änderungen. Diskussionen zu den Maßnahmen erfolgen in kleinen Arbeitsgruppen am Runden Tisch.

Die Eignung und Kategorisierung der 27 Maßnahmen wurde aus naturschutzfachlicher Sicht neu bewertet und eingeordnet. Man könne sich vorstellen, Polder zum Teil landwirtschaftlich bewirtschaften zu lassen und zum Teil mit Auenwäldern zu bepflanzen.

Wichtig ist, die landwirtschaftlichen Betriebe und Bodenbesitzer ins Boot zu holen, über Entschädigungen zu sprechen und vor allem über ein Poldersystem zu reden, welches nach der Flutung durch Schöpfwerke wieder schnellstmöglich der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt wird ohne, dass der Landwirt die Kosten dafür tragen muss. Eine große Aufgabe, wenn rechts und links davon Auenwälder entstehen sollen.

Ministerin Dalbert erwähnte auch, dass alle Deiche bis 2020 auf den HQ100 Standard gebracht werden und die Eigenversorgung der Privatbesitzer aber auch der Kommunen forciert werden muss.

Auf der Internetseite des MULE wird eine Informationsbroschüre „Umsetzungsstrategie“ eingestellt und alle Vorgänge öffentlich dargestellt. www.hochwasser.sachsen-anhalt.de

Zurzeit ist die Seite noch im Aufbau.

Burkhard Henning vom LHW sprach davon, dass sich Gewässer natürlich entwickeln müssen, beginnend am oberen Einzugsgebiet.Hochwasserschutz beginnt an der Quelle und endet an der Mündung.“Aus diesem Grund gab es Gespräche mit Frankreich und den Niederlanden zum Hochwasserschutz.

Flut 2013