12.06.2017 Kategorie: Aktivitäten KBV

Zum 4. Mal jährte sich der Termin der Hochwasserkonferenz in Stendal zur Erinnerung an den Deichbruch vom 10. Juni 2013 in Fischbeck. Der Landrat Carsten Wulfänger und die Ministerin Prof.Dr. Dalbert hielten die Grußworte. Die Ministerin erklärte, dass bis 2020 weitestgehend alle Deiche der Norm nach saniert sind und dass nach nationalem Hochwasserschutzkonzept 4 Polder durch den Bund zu 60 % mitfinanziert werden. Insgesamt entstehen durch Deichrückverlegungen und Polder 9000 ha Retentionsflächen.
Leider ging die Ministerin vor Veranstaltungsende zu einem anderen Termin, so blieb die Frage nach den Entschädigungen der bestehenden Polderflächen nach staatlich angeordneter Flutung weiter im Raum.
Stefan Feder vom LK informierte über die Wasserwehren sowie dem vom Landkreis eingerichteten Hochwasser- und Geodatenportal, das für jeden zugänglich ist, um sich über Szenarien bei Deichbrüchen bzw Gefahrenlagen seines Besitzes zu informieren. Die Wasserwehren sind ein Wach- und Hilfsdienst, der nur aus dem Ehrenamt besteht. 7 Wasserwehren mit 157 Mitgliedern und ca 250 Deichläufern ist daher eine beachtliche Zahl, der ich meinen Respekt zolle.
Burghard Henning stellte fest, dass mit einer neuen Hochwasser-bemessungsgrenze vom Bund erst 2018 zu rechnen ist und das 2019 die Sanierung des Wehres in Neuwerben abgeschlossen sein wird.
Sebastian Stoll vom LK erläuterte die Stabsrahmenübung vom November 2016 die mit dem Land durchgeführt wurde und bei der neue Erkenntnisse zum Einsatz von Fernmeldebetriebsstellen übernommen wurden.
Unser Amtsleiter vom ALFF Horst Blum referierte zur wieder hergestellten Infrastruktur in seinem Einzugsgebiet nach der Flut. Mit 32 Brücken, 284 km Wege und 345 Durchlässe und Stauen hat sich das ALFF befasst und bewilligt.
Die Landwirtschaft erhielt 25,2 Mio € an Auszahlungen, 267 Betriebe waren betroffen und 10 Betriebe sind noch nicht abgeschlossen auf Grund baulicher Bereiche, die noch abgerechnet werden müssen.
5 Jahren nach dem Deichbruch wird immer noch an den Folgen gearbeitet – die Bilder im Kopf und die Emotionen wird man nie vergessen.