04.05.2021 Kategorie: Aktivitäten KBV

Die Grünlandagenda des Deutschen Bauernverbandes geht auf den hohen Stellenwert des Grünlandes in Deutschland ein.

Die Grünlandnutzung für die Tierhalter, die hohe Klimarelevanz auf Grund der hohen CO2 Speicherung, als Kulturlandschaft und Produktionsstandort.

Es gilt im gesamtgesellschaftlichen Interesse, eine nachhaltige landwirtschaftliche Grünlandnutzung in Deutschland zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Grünland prägt neben Ackerland und Wald unsere Kulturlandschaft und wird seit Jahrhunderten durch Landwirtschaft zu dem gemacht, was es jetzt ist. Der Erhalt des Grünlandes ist an die Haltung von Nutztieren gebunden.

Grünlandbestände sind für einen zukunftsorientierten und heimischen Futterbau wichtig und es bietet Rückzugsorte und Nahrungsquelle für Insekten und Wirbeltiere.

Hier einige Auschnitte aus der Grünlandagenda

Besonders naturschutzfachlich wertvolle Grünlandflächen erhalten und nutzen die Landwirte in Kooperation mit dem Naturschutz sowie über Agrarumweltprogramme, Vertragsnaturschutz und weitere Förderinitiativen. Insgesamt kommen auf dem Grünland nur wenige Pflanzenschutzmittel zum Einsatz und es erfolgt bei Bedarf zumeist lediglich eine Einzelpflanzen oder Horstbehandlung.

Tierische Schädlinge sind vor allem Mäuse, die erhebliche Schäden an der Grasnarbe verursachen.

Zudem wird die landwirtschaftliche Weidehaltung durch das exponentielle Wachstum der Wolfspopulation vor existenzielle Herausforderungen gestellt. Eine „wolfssichere“ Einzäunung großer Grünlandregionen ist weder praktisch durchführbar noch naturschutzgerecht.

In Deutschland werden rund 4,75 Mio. Hektar als Dauergrünland3 bewirtschaftet, davon knapp 2,62 Mio. Hektar als Weiden, 1,92 Mio. Hektar als Wiesen und 0,21 Mio. Hektar als ertragsarmes Dauergrünland.4 Dazu kommen Ackerflächen mit (Feld-)Grasanbau von ca. 0,32 Mio. Hektar. Zusammen ergeben sich daraus 5,1 Mio. Hektar Grünlandfläche.

Für das Klima erfüllt das Grünland eine wichtige Funktion, indem es effektiv das Treibhausgas CO2 in Böden in Form von Humus speichert und damit von der Atmosphäre und der Treibhauswirkung fernhält. Während in mineralischen Ackerböden in Deutschland im Schnitt 96 Tonnen organischer Kohlenstoff je Hektar gespeichert werden und in Waldböden 119 Tonnen je Hektar, sind es 3. Grünland und Umweltim Grünland aufgrund der intensiven Durchwurzelung und dauerhaften Pflanzenbedeckung im Durchschnitt 135 Tonnen je Hektar. Davon befinden sich wiederum 88 Tonnen je Hektar in den obersten 30 Zentimetern der mineralischen Grünlandböden. Unter den drei Hauptlandnutzungsformen in Deutschland – Wald, Acker, Grünland – stellt das Grünland damit den größten Klimaschutzbeitrag pro Hektar durch CO2-Speicherung in Humus dar.

 

Die gesamte Grünlandagenda finden Sie auf der homepage des Deutschen Bauernverbandes: https://www.bauernverband.de/