17.10.2016 Kategorie: Aktivitäten KBV

In dickem Nebel eingehüllt und im Nieselregen besichtigten die Teilnehmer des Bauernfrühstückes am 17.10.2016 die Auswirkungen des Eichenprozessionsspinners am Gollensdorfer Weg in Deutsch. Die Gespinste an den Eichen, die toten und halbtoten Eichen bieten uns einen schrecklichen Anblick. Grund genug mit dem Ministerium ins Gespräch zu kommen. Seit 2007 versuchen die Anwohner im Zehrental Gehör bei den verantwortlichen Ministern zu erhalten. Viele waren vor Ort, Hilfe kam selten. Der Landkreis versucht Lösungen zu finden und zu bekämpfen, aber die finanziellen Mittel reichen nicht aus.

Heute war nun der Referatsleiter für Wald- und Forstwirtschaft, Landesforstbetrieb vom MULE Frank Specht unser Gast und machte den Landwirten, Verbandsgemeindevertretern, Bauernverbandsvertretern, Förstern und Privatpersonen aus dem Ort deutlich, dass die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Frau Prof. Dr.Dalbert hier eine Lösung von ihm fordert. Schnell wurde im Gespräch klar, dass viele Vertreter hier an einen Tisch müssen, vor allem das Finanzministerium, um Geld für die Operation zur Verfügung zu stellen. Das Kulturerbe Deutsche Eiche ist in Gefahr. Man sagt, dass nach einem 3 jährigen Befall die Eiche stirbt- hier stehen 400 Eichen, die dem zum Opfer fallen. Weiterhin sind alle hier lebenden Menschen massiv in ihrem Umfeld eingeschränkt, bis hin zu Krankenhausaufenthalten durch Atemnot, Juckreize und ähnlichem. Für die Landwirtschaft und die Tiere gilt gleiches, Stroh und Heu kann nicht verwendet werden, da die Materialien konterminiert sind und starke Reize auslösen.

Der Tourismus ist zum Erliegen gekommen, die Radfahrer reden von verseuchten Gebieten und kommen nicht wieder.

Die Anwesenden erwarten Hilfe vom Ministerium und diese scheint in Sicht zu sein. Im November wird es einen Termin in der Verbandsgemeinde geben, um mit den Institutionen ins Gespräch zu kommen und nach Lösungen zu suchen. Hier wird der Landkreis, das Ministerium und die Verbandsgemeinden an einen Tisch kommen und an Hand der Erfolge im Land Brandenburg ein Pilotprojekt ins Leben zu rufen, welches bis zur nächsten anstehenden Bekämpfungszeit einen Ablaufplan, Bekämpfungsmethoden und finanzielle Unterstützung aufzeigt.

Wir bleiben am Ball und werden nachhaken.

Kerstin Ramminger

befallene Eichen tote Eiche