17.05.2018

Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. und die Wölfe vs Land riefen wie auch schon im Oktober des vergangenen Jahres zu einem europaweiten Mahn- und Solidarfeuer am 12. Mai 2018 auf.

Der Kreisbauernverband Stendal informierte seine Mitglieder darüber und bat um Mitmachaktionen.

Ziel der Mahnfeuer war, die Politik aufzufordern, sich daran zu erinnern, wen zu schützen sie verpflichtet sind!

Der Schutz des Menschen muss vor dem Schutz des Wolfes stehen.

In unserem Landkreis organisierten der Landwirt Torsten Werner und der Altmärkische Verein für Schafzucht u. Schafhaltung e.V. zusammen mit dem Kreisbauernverband Stendal ein Mahnfeuer.

Vorstandsmitglieder des Altmärkischen Schafzuchtverbandes stellten an diesem Abend die Mehrkosten vor, die durch den Wolf in der Schafhaltung entstehen, zeigte an Hand von Praxisbeispielen wie schwer die verschiedenen Zäune zum Einpferchen sind und wie hoch der Arbeitsaufwand dazu ist.

Ein Video vom französischem Bauernverband wurde auf die Leinwand gebracht. Hier konnte der Zuschauer erfahren, wie ein Wolfsrudel Schafherden nach einem Angriff hinterlässt und nachvollziehen, wie sich ein Weidetierhalter fühlen muss, der seine Herde in diesem Zustand auffindet.

Angefressene, halbtote und tote Tiere – ein Blutbad. Ein Video, dass nicht jeder bis zum Schluss anschauen wollte.

Der Kreisbauernverband machte darauf aufmerksam, dass die Rudelstärke in Sachsen-Anhalt von 1 Rudel im Jahr 2009 auf 11 Rudel plus zwei Grenzgängerrudel in 2017 gestiegen ist und das dementsprechend auch die Risse an Nutztieren sich prozentual erhöhen. 2017 lagen diese bei 182 offiziellen plus der Dunkelziffer nicht gemeldeter gerissener Tiere.

Deutschland gönnt sich den Wolf und die ländliche Bevölkerung mit den Weidetierhaltern zahlt die Zeche mit dem Verlust an Lebensqualität und Existenzängsten. Zur Sprache kamen auch die „offiziellen Wolfszahlen“ aus dem Monitoring des Bundesamtes für Naturschutz, die vom Verband angezweifelt und auch schriftlich angemahnt wurden. Hintergrund ist, dass nur die adulten Rudelanführer und die Welpen in der Statistik vorkommen, jedoch nicht die sich im Rudel befindlichen 1-3 jährigen, die teils auch schon adult also populationsvermehrend sind.

Angeprangert wurden auch die Praktiken des NABU, die mit Wolfspatenschaften ab 5,- Euro aufwärts am Wolf verdienen.

Die Forderungen an die Politik waren:

* Schutz der Bevölkerung vor dem Schutz des Wolfes muss Vorrang haben .

* Erhalt unserer Lebensqualität im ländlichen Raum

* Erhalt der Weidetierhaltung zum Erhalt unserer Kulturlandschaft, der  Deichpflege und als Arbeitgeber in der      Region

*Erstattung aller Kosten die den Weidetier- und Hobbytierhaltern durch den Wolf entstehen zu 100 Prozent und       unbürokratischer als bisher