Gestern stellte 50hertz in Magdeburg in der Viehhalle die ersten Planungsschritte für eine 380 KV Leitung zwischen der Müritz und der Elbe vor. Beginnend i n den Grabowhöfen und endend in Marke soll sich die Leitung durch Mecklenburg, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ziehen.
Verschiedene Möglichkeiten der Trassenführung und der zu erstellenden Umspannwerke wurden vorgestellt. Der Zeitplan solcher Projekte ist langwierig und die Erstellung der Trasse soll 2037 fertig gestellt werden. Eine detaillierte Zeitplanung mit allen zu erfüllenden Aufgaben, Anträgen und Beteiligungen lag ebenso schon vor.
Spannend ist immer wieder bei derartigen Projekten die Trassenkorridorfindung. Dabei finden eine Reihe von Raumwiderständen die Aufmerksamkeit. Es gibt verschiedene Raumwiderstandsklassen, die beachtet und abgewägt werden müssen. Sehr hohe Raumwiderstände sind Siedlung und Erholung sowie Biotop- und Gebietsschutz, Wasser, Brut- und Rastgebiete, sowie militärische Anlagen, Deponien oder Windkraftanlagen.
Für Landwirtschaftsflächen als Vorranggebiet gilt ein mittlerer Raumwiderstand.
Einige Raumwiderstände konnten auf der gestrigen Veranstaltung unsereseits kundgetan werden. Da sind zB wiedervernässende Moorflächen, Polderbauten oder Vorranggebiete Natur und Landschaft, welche beachtet werden müssen.
Gespräche gab es auch zu Kompensationsmaßnahmen. Hier legten wir den Planern nahe, Flächen zu nutzen, die renaturiert werden könnten, wie zB alte Gebäude oder Ställe. Dieser Vorschlag ist gut aufgenommen worden.
Wir werden die Planungen weiter mit begleiten und bleiben gespannt, ob die Trasse auf der Brandenburgischen Seite oder Ostelbisch im LK Stendal gebaut werden soll.
Ihre Kerstin Ramminger
